Zahnpflege in der Pubertät: Tipps der Zahnarztpraxis am Löwenplatz

Oh ja, wenn Kinder in die Pubertät kommen, beginnt für viele Familien eine turbulente Zeit. Die Stimmung kippt manchmal schneller als das Wetter, aus kleinen Fragen werden grosse Diskussionen und vieles, was früher selbstverständlich war, wird plötzlich neu verhandelt: Outfit, Ausgeh- und Handyzeiten – und häufig auch das Zähneputzen.

Gerade in der Pubertät lohnt sich ein genauer Blick auf Zähne und Zahnfleisch. Denn das Zahnfleisch kann durch die hormonellen Veränderungen empfindlicher reagieren als sonst. Gleichzeitig steigt das Risiko für Karies und Beläge: Jugendliche sind mehr unterwegs, greifen öfter zu Snacks oder Süssgetränken und das regelmässige Zähneputzen steht nicht immer an erster Stelle. Genau diese Mischung macht die Phase so brisant für die Mundgesundheit.

An Gewohnheiten erinnern

Die gute Nachricht zuerst: Immer mehr Jugendliche haben ihre Zahngesundheit auf dem Schirm. In dieser Lebensphase spielen Aussehen, frischer Atem und gepflegte Zähne oft eine wichtige Rolle. Trotzdem ist es wichtig, genau hinzuschauen: Blutet das Zahnfleisch? Gibt es häufig Mundgeruch? Sind Beläge sichtbar? Es geht nicht darum, jeden Abend neben dem Lavabo zu stehen und die Zahnbürsten-Polizei zu spielen. Was besser funktioniert als lange Diskussionen: Erinnern Sie Ihr Kind einfach an ein paar Gewohnheiten:

  • morgens und abends putzen
  • Zahnzwischenräume mit Zahnseide reinigen
  • bei Zahnspangen zusätzliche Bürstchen nutzen
  • Süssgetränke und Süssigkeiten nicht permanent zu sich nehmen
  • Kontrolltermine wahrnehmen.

So bleibt Zahnpflege präsent, ohne dass daraus jeden Tag ein Machtkampf wird.

Wissen ist da – Motivation nicht immer

Die meisten Jugendlichen wissen sehr genau, dass Zähneputzen wichtig ist. Eher fehlt Lust, Geduld, morgens die Zeit und abends die Energie dafür.

Dazu kommt: Eltern sind in dieser Lebensphase nicht unbedingt die beliebtesten Zahnpflege-Coaches. Ein gut gemeinter Hinweis klingt schnell nach Kontrolle. Und schon geht es nicht mehr um die Zahnpflege, sondern ums Prinzip.

Trotzdem: Bleiben Sie als Eltern dran. Am besten ruhig, klar und ohne tägliches Badezimmer-Drama. Ein Satz wie „Ich weiss, du willst das selbst regeln. Mir ist liegt es am Herzen, dass deine Zähne gesund bleiben“ kommt besser an als die zehnte Erinnerung mit erhobenem Zeigefinger.

Snacks, Süssgetränke und ständiges Nippen

Mit der Pubertät verändern sich häufig auch die Essgewohnheiten. Jugendliche sind mehr unterwegs, kaufen sich selbst etwas, trinken Eistee, Softdrinks oder Energy Drinks und essen zwischendurch, wenn gerade Zeit ist.

Für die Zähne wird es vor allem dann anstrengend, wenn sie kaum noch Pausen bekommen. Nach jedem süssen Getränk, nach jedem Snack und jedem kleinen Bissen bilden sich Säuren im Mund. Der Zahnschmelz kann das ausgleichen, aber dafür braucht er Zeit. Genau diese Erholungszeit fehlt, wenn über Stunden immer wieder genippt oder geknabbert wird.

Darum ist nicht nur wichtig, was Jugendliche essen und trinken, sondern auch wie oft. Ein Süssgetränk zum Essen ist für die Zähne weniger belastend als ein Eistee, der den ganzen Nachmittag nebenbei getrunken wird.

Oder kurz gesagt: Zähne mögen Pausen. Am liebsten Wasser zwischendurch, Snacks gebündelt und Süssgetränke bewusst statt dauernd nebenbei.

Hilfreich sind kleine Regeln, die nicht nach Verbot klingen:

  • Wasser ist der beste Durstlöscher, besonders für Schule, Sport und unterwegs.
  • Süssgetränke lieber bewusst trinken statt über Stunden daran zu nippen.
  • Snacks möglichst nicht ständig zwischendurch essen, sondern zu festen Zeiten.
  • Nach Saurem oder Süssem erst einmal Wasser trinken und mit dem Putzen etwas warten.
  • Zuckerfreier Kaugummi kann den Speichelfluss anregen, wenn gerade keine Zahnbürste in der Nähe ist.

Zahnpflege mit Zahnspange

Viele Jugendliche tragen in dieser Lebensphase eine feste oder herausnehmbare Zahnspange. Dann reicht „einmal schnell drüberputzen“ erst recht nicht mehr: An Brackets, Drähten oder Schienen bleiben Essensreste leichter hängen und manche Stellen brauchen besonders viel Pflege. Werden diese Stellen nicht gründlich gereinigt, können weisse Flecken auf den Zähnen, Karies oder gereiztes Zahnfleisch entstehen.

Konkrete Tipps:

  • Welche Zahnbürste ist die richtige?
  • Welche Zwischenraumbürstchen sind sinnvoll?
  • Wie putze ich mit fester Zahnspange?
  • Auf welche Stellen muss ich besonders achten?
  • Wie lange dauert eine gründliche Reinigung?

Wenn wir das bei einem Termin in unserer Zahnarztpraxis direkt zeigen, kommt oft mehr bei den Jugendlichen an. Manchmal wirkt ein Hinweis von aussen einfach besser an als von Mama oder Papa. 😊

Was Sie als Eltern jetzt tun können

Ganz klar: Sie müssen nicht jeden Putzvorgang kontrollieren. Bleiben Sie einfach aufmerksam. Zahnfleischbluten, Mundgeruch, sichtbare Beläge oder weisse Flecken auf den Zähnen sind gute Gründe, einen Termin zu vereinbaren.

Auch regelmässige Kontrollen und Dentalhygiene tragen dazu bei, Probleme früh zu erkennen. Gerade in der Pubertät schleichen sich neue Gewohnheiten schnell ein. Je früher man gegensteuert, desto einfacher bleibt es.

Wenn Sie unsicher sind, ob die Zahnpflege Ihres Kindes ausreicht, sprechen Sie uns gerne an. Wir schauen genau hin, erklären verständlich und geben nützliche Tipps.

Unser Team
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Liebe Patientinnen und Patienten,

 

vom 10. bis 24. Juli mache ich Urlaub. 

Die Dentalhygiene findet in dieser Zeit wie gewohnt statt. 

Auch telefonisch ist die Praxis  erreichbar.

Ab dem 27. Juli bin ich wieder persönlich für Sie da.

Ihre 

Sara Riedweg